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Seerosenfieber2019-05-22T13:13:23+00:00

Dort, wo das Lächeln beginnt, glänzt meistens ein See. Wenn die Sonne aus dem Boot steigt, trägt sie eine gelbe Rose im Haar. Seerosen, Sonnenkelche im Blattgewirr, fest verankert und doch frei. Im Taumel ihrer glücklichen Schritte sind Liebespaare taub für die Stille.
Ottilie von Herbert, eine kleine Baroness überwindet jeden Standesdünkel des ins soziale Vorurteile gezwängte 19. Jahrhunderts.

Seerosenfieber ist eine Wanderung durch ein Seelenlabyrinth polarisierender Gemütszustände von „Himmelhoch hauchzend, zu Tode betrübt“. Es ist schlicht und einfach der Versuch, einen Augenblick auf den Spuren einer begnadeten Kärntnerin, die mit ihrem Schwanengesang „I tua wohl“ eines der schönsten Kärntnerlieder geschrieben hat, zu wandeln. Einsamkeit und überschwängliche Lebenslust schaffen die Bilder in beiden Akten.

Bauernmarkt und  Kirchtagsszenen sorgen für den dramaturgischen Schwung. Ausbreitende Melancholie begleitet Ottilie im Umgang mit ihrer Krankheit.

Und wenn letztendlich Ottilies Glück zerbricht, kittet der See die kantigen Scherben von dem, was von ihrem Herz übrig geblieben ist. Das welke Blatt des Sommers kann uns nicht sagen, welches Dasein morgen unser neuer Mantel sein wird.

So steigt der Schwanengesang vergangener Tage aus der Tiefe.

Seerosenfieber  –  ohne Anschlag einer Deutung, keine Chronologie der Verhängnisse  und jeder Selbstmordversion abtrünnig, verschenkt ein Lächeln über Raum und Zeit hin, das in Kärnten, wo die Landschaft zum Klingen und Singen verleitet, als Schlüssel zur Seele führen möge.  Hans Müller – Burgstall, den 31. 08. 2003

Ein Musical über den mysteriösen Tod der „I tua wohl“ Schöpferin, die mit diesem Lied eines der berührendsten Kärntnerlieder geschrieben hat. Die Baroness aus Reifnitz am Wörthersee ist am 26. September 1847 auf mysteriöse Weise verschwunden, vermutlich ertrunken im Wörthersee aus einer unerfüllten Liebe zu einem Bauernburschen.

Der Musicalstoff

Es gibt kaum einen Kärntner Chor, der dieses Lied nicht in seinem Repertoire hat. Ende des Jahres 1847 flimmerte wie ein glitzerndes Sternlein in Klagenfurt plötzlich eine Melodie auf, die allgemeine Aufmerksamkeit erweckte.
Ende September desselben Jahres fand Ottilie von Herbert den gewünschten Tod im Wörthersee.
In ihrem Salon in Reifnitz fand man am Klavierpult eine Melodie für eine Singstimme, der ein trauriger Text unterlegt war. „I tua wohl, als wann ma nix war“.

Seerosenfieber ist eine Wanderung durch ein Seelenlabyrinth polarisierender Gemütszustände von „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“. Einsamkeit und ausgeprägte Lebenslust schaffen die Bilder in zwei Akten.
Bauernmarkt und Kirchtagsszenen sorgen für den dramaturgischen Schwung. Ausbreitende Melancholie begleitet Ottilie im Umgang mit ihrer verbotenen Beziehung zu einem Bauernburschen.

 

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